Warte nicht auf andere, baue deine eigene digitale Infrastruktur

Erinnerst du dich noch, wie es früher war? Als du angefangen hast, Traktor zu fahren? Das erste Mal gegrubbert hast? Wie sah deine Linie aus? Schnurgerade oder waren sie eher krumm und schief wie bei mir? Die Linie war auch nicht immer einfach zu halten, gerade wenn es stark gestaubt hat. Heute spielt das zum Glück keine Rolle mehr, dank Lenksystemen. Damit dies möglich wurde, musste erst eine Infrastruktur geschaffen werden, aus Satelliten und Korrektursignalen. Und seien wir mal ehrlich: Hast du Empfang an jeder Milchkanne? Davon sind wir bis heute weit entfernt. Wie soll dann die Digitalisierung der Landwirtschaft gelingen, wenn man keine Daten hat, weil die Netze nicht funktionieren, um Daten zu senden? Wie wäre es, wenn du dir einfach dein Netz selber baust oder NB-IoT nutzt? Dir kommen sofort die Gedanken:

  • Wovon redet der Typ?
  • Das ist doch sicher wieder sehr aufwändig..
  • Was soll mir das bringen?
  • Nicht noch eine App!
  • Das kostet mich doch ein Heidengeld

Das kann ich verstehen. Auf diese Fragen wirst du im laufenden Artikel Antworten erhalten und am Ende lassen uns ein Fazit ziehen.

Was sind LORWAN und NB-IoT?

NB-IoT

steht für Narrowband Internet of Things. Es ist ein LPWAN (Low Power Wide Area Network) Kommunikationsprotokoll, entwickelt speziell für das Internet der Geräte.

Mit einfacheren Worten: NB-IoT nutzt das Handy-Netz und wird von Mobilfunkanbietern vertrieben. Du brauchst keine zusätzliche Hardware, nur Sensoren mit einem Sender und Empfänger. 

LoRaWAN 

steht für Long Range Wide Area Network, ein Kommunikationsprotokoll für LPWAN, das auf der LoRa-Modulationstechnik basiert.

Mit einfacheren Worten: LoRaWAN benötigt Gateways (ähnlich einem Router für WLAN). Damit erstellst du dein eigenes Netz und bestimmst selbst, wer Zugriff hat. Beide Technologien bieten eine große Reichweite und sind auf geringe Datenmengen ausgerichtet.

Unterschiede LoRaWAN vs NB-IoT

KriteriumNB-IoTLoRaWAN
NetzabdeckungAbhängigkeit von MobilfunkbetreibernAbhängig von Standort (umso höhere umso besser) Bis zu 20 km in ländlichen Gebieten; 2-5 km in städtischen Gebieten
Datenübertragungsrate/Datengeschwindigkeithöher als bei LoRaWANniedriger als bei NB-IoT
Batterielebensdauerkürzer da höhere Datenpaketelänger da auf Effizienz entwickelt (10 Jahre und mehr)
Betriebskosten je SensorIn der Regel höher, da ein Datentarif gebraucht wirdbei eigenen Gateway, nur Stromkosten eventuell Datenkarte
Kosten pro Sensorhöherniedriger
Verfügbarkeit der SensorenEtwas kleineres gibt ein breites Angebot an LoRaWAN Sensoren
SicherheitStarke Sicherheitsmechanismen, abhängig vom MobilfunkanbieterEnde-zu-Ende-Verschlüsselung, abhängig von Management
NetzwerkarchitekturZellular, betrieben von großen Telekommunikation-sunternehmenStern-Topologie, kann privat oder öffentlich sein
Senderate (Häufigkeit)kann jede Sekunde sendenmax. ca. 30 Sekunden

Zusammenfassung: NB-IoT vs. LoRaWAN

Wenn es um Kosteneffizienz geht und Daten nur ca. 1 Mal pro Stunde benötigt werden, ist LoRaWAN das richtige Netzwerk. Geht es eher um Schnelligkeit und größere Datenmengen, ist man mit NB-IoT besser beraten. Welche Lösung für dich infrage kommt, besprechen wir gerne individuell. Kontaktiere uns: contact@permarobotics.com oder eine WhatsApp an:

Anwendung in der Praxis

Jetzt, da wir viel Theorie durchgegangen sind, lass uns einen Blick auf die Anwendung werfen. Wo könnten Sensoren in deinem Betrieb eingesetzt werden?

Was gibt es für Sensoren?

Temperatur- und Feuchtesensoren

  • Ideal für Lagerhallen (Getreide, Raps, Mais)
  • Kompostüberwachung
  • Bodenüberwachung
  • Kühlschränke oder Gefriertruhen, Beregnungssteuerung

Füllstandssensoren

  • Perfekt für Ekodrena
  • Güllebehälter
  • Dieseltank
  • Wassertank
  • Mülltonnen

Weitere nützliche Sensoren

  • Regensensor
  • Wasserzählersensor
  • Leckagesensor
  • Parksensoren
  • CO2-Sensor
  • Bewegungssensoren
  • Lichtsensoren
  • pH-Wertsensor
  • Luftdrucksensor

All diese Daten werden in der App von Soildiagnostix visualisiert. Somit hast du nur eine App für all deine Sensoren, gekoppelt mit einer umfassenden Farmmanagement-Software. Deine Vorteile, wenn du bei uns einen Sensor erwirbst:

  1. Sensoren sind alle konfiguriert.
  2. Einfache Inbetriebnahme durch QR-Code-Scannen.
  3. Zentrale App, verknüpft mit den Daten deines Betriebs.

Fazit

Kommen wir zurück zu den Fragen/Gedanken vom Anfang:

  1. Wovon redet der Typ?
  2. Das ist doch sicher wieder sehr aufwändig.
  3. Was soll mir das bringen?
  4. Nicht noch eine App!
  5. Das kostet mich doch ein Heidengeld.

Ich denke, Punkt 1 bis 4 habe ich abräumen können. Ohne eine Infrastruktur, sprich ein Netz, können die Sensoren nicht bei deinen Arbeitstagen helfen. Mit einem Netzwerk kannst du Routineaufgaben, wie Füllstands- und Temperaturkontrollen, unseren Sensoren überlassen. Du kannst dich auf die Optimierung deines Betriebs fokussieren. Zusätzliche Daten, wie Temperatur und Regenmengen, ermöglichen es dir, die beste Entscheidung zur richtigen Zeit zu treffen. Das spart dir am Ende des Jahres nicht nur Geld, sondern gibt dir auch die Sicherheit, immer den Überblick zu haben.

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